Donnerstag, 6. September 2018

Nächster toter Großwildjäger: Hauskatze kratzt Wilderer tot

In den letzten Monaten schafften es verstärkt Großwildjäger in die Schlagzeilen, die es bei der Jagd selbst erwischte. Im August vergangenen Jahres trampelte ein Elefant einen Jäger aus Argentinien  
tot; im Januar wurde ein Kroate beim Versuch, Löwen zu schießen, selbst von einer Kugel getroffen. 

Doch nicht nur Wildtiere können gefährlich werden: Eine Hauskatze kratzte am Freitag einen Wilderer zu Tode.
Der Eindringling konnte mit seiner Beretta M70 wohl wenig Eindruck schinden. Hauskatze Bonny ließ sich nicht aus ihrem natürlichen Lebensraum verdrängen und griff aus dem Hinterhalt an. Von ihrem Kratzbaum aus sprang sie Jürgen F. von hinten auf die Schulter und machte sich umgehend an seinem Hals zu schaffen. Jegliche Versuche, das fleischfressende Raubtier abzuschütteln, blieben erfolglos. Erst kratzte Bonny ihm Nacken und Hals auf, bis sie ihm dann mit einem gigantischen Bissen den Rest gab.
Die kräftigen Kiefermuskeln und scharfen Zähne sind typisch für die Raubtiere. Mit den stark ausgebildeten Reißzähnen können sie Fleisch und kleine Knochen einfach zerkleinern. So blieb auch von Jürgen F.  
nicht mehr viel übrig. Die Mediziner konnten nur noch unter großem Aufwand seine Identität feststellen.
Unklar ist bisher, ob es der Eindringling tatsächlich auf Bonny abgesehen hatte. Allein schon aufgrund des neuen Artenschutz-Gesetzes (Klicken Sie hier um zum neuen Artenschutz Gesetz zu gelangensollte ihm die lebensbedrohliche Situation aber bewusst gewesen sein. Derzeit ermittelt die Kriminalpolizei die weiteren Tatumstände.

Seine Waffe deutet zwar deutlich auf einen Jagdwillen hin, aber mit der Hauskatze bewohnen zwei Hunde, ein Papagei und vier Feldmäuse die Villa. Es ist noch nicht geklärt, auf wen es Jürgen F. abgesehen hatte. Dass er jedoch nur Schmuck, Wertgegenstände und Bargeld der vermögenden älteren Bewohnerin stehlen wollte, schließt die Kriminalpolizei inzwischen aus. In einer Pressemitteilung hieß es lapidar: „Wäre es um Geld gegangen, hätte er doch keine Waffe gebraucht“.
Die Besitzerin war während des Vorfalls nicht zuhause und fand den Eindringling bei ihrer Rückkehr tot auf. Für den verstorbenen Eindringling kann sie nur wenig Mitgefühl aufbringen: 

„Wann lernen die Menschen endlich, dass sie sich nicht mit Raubtieren anlegen sollten?“

[Dieser Artikel stammt aus der Feder von Julian Wessel, Autor des Satire-Magazins Bildungsbad.

Rund um eine weitere Katze wird in diesem Fall ermittelt.]
Foto: Geralt (Hintergrund) | Koltrein (Katze)


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